Klimaschutz – Made in Germany: Unternehmer und Klimaschützer fordern konsequente Gesetzgebung

Presse Wirtschaft
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Berlin, 18. November 2021.

Nach zwei Wochen Verhandlungen endete am Sonntag die UN- Klimakonferenz in Glasgow, die für Expert:innen als die letzte Chance galt, einen existenzbedrohenden Klimawandel abzuwenden. Und auch wenn die Bewertung der Abschlusserklärung gemischt ausfällt, bleibt die Tatsache unbestritten, dass es darum gehen muss, Worten konkrete Taten folgen zu lassen.

Genau das fordern jetzt auch über 30 Unternehmen und die Klimaschutzorganisation GermanZero. Gemeinsam machen sie auf die Notwendigkeit verbindlicher und konsequenter Regelungen aufmerksam, damit Deutschland bis 2035 klimaneutral werden kann. Konkret wirbt die ungewöhnliche Allianz für das umfassende Maßnahmenpaket, das GermanZero entwickelt hat, damit Deutschland seinen Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen bis 2035 gerecht werden kann.  

Damit die Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleiben und Klimaschutz Made in Germany zum Erfolgsmodell wird, brauchen Unternehmen Klarheit und Planungssicherheit. „Wir wissen, dass viele Unternehmen beim Klimaschutz längst schon weiter als die Bundesregierung sind. Es entstehen neue Produkte, Arbeitsplätze und Innovationen, für die dringend eine rechtliche Grundlage geschaffen werden muss, damit die Transformation der Wirtschaft gelingt“, erläutert Dr. Julian Zuber, Geschäftsführer von German Zero, die Partnerschaft.  

Auf dem Weg zur Klimaneutralität haben Wirtschaft und Industrie eine Schlüsselrolle inne. Der Ausstoß von Treibhausgasen muss drastisch reduziert werden, innovative Produktionen und die Neugestaltung von Arbeitsplätzen verlangen milliardenschwere Investitionen.  

Die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens bergen für die Wirtschaft in Deutschland Herausforderungen aber auch viele Chancen. So wird die Entwicklung von klimaneutralen und ressourcenschonenden Technologien und Produktionsverfahren den Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Deutschland langfristig stärken und Klimaschutz zu einem wesentlichen Bestandteil der Marke „Made in Germany“ machen.  

GermanZero stellt nun Unternehmer:innen vor, die entschlossen vorangehen und diese Chancen ergreifen. Sie verbinden Innovationskraft und Gestaltungsfreude, Gewinn und Gesellschaft, Transformation und Nachhaltigkeit. "Klimaschutz made in Germany" eben. Gemeinsam fordern wir von den Spitzen der kommenden Bundesregierung, was sie vor der Wahl versprochen haben: Eine mutige Klimapolitik für eine gute Zukunft!  

Hier geht es zur Kampagne: https://klimaschutz-made-in-germany.germanzero.de/ 

„Unternehmer:innen müssen bei jeder Entscheidung den Klimawandel mitdenken und nachhaltige Produkte und Verfahren verwenden, zum Beispiel, indem sie die  Emissionen für den gesamten Versand und Transport reduzieren,“ sagt Lavinia Muth, CSR ARMEDANGELS.

Viele Möglichkeiten für Wirtschaft und Gesellschaft, die sich durch Innovationen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Industrie ergeben, sind derzeit noch ungenutzt, obwohl die Technologie erprobt und der Willen zur Transformation vorhanden ist. Sie werden Treiber einer deutschen und europäischen Industriepolitik werden. Das erfordert aber auch eine stärkere politische Gestaltung: Die Bundesregierung muss im Sinne einer integrierten Klimaschutz- und Industriepolitikzügig die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Auf diese Weise werden die Voraussetzungen für eine prosperierende, soziale Marktwirtschaft in einer klimaneutralen Welt geschaffen.

„Es geht um mehr als Klimaschutz. Es geht darum, die Welt grundsätzlich besser zu machen, für mehr Menschen. Wer nicht bereit ist, diesen Weg mitzugehen, bleibt auf der Strecke,“ so der Autor Frank Schätzing.  

Klimaschutz ist längst auf der Agenda von vielen innovativen Unternehmen auf der ganzen Welt angekommen, der Bedarf nach klimafreundlichen Spitzentechnologien und klimaneutralen Geschäftsmodellen wächst rasant. Mit dem Maßnahmenpaket von GermanZero und dem damit verbundenen Ruf nach rechtlichen Rahmenbedingungen kann Deutschlands exportorientierte Wirtschaft mittel- und langfristig von klugen Investitionen in klimafreundliche Aktivitäten nur profitieren. 

„Bald werden gesellschaftliche Verantwortung und Umweltschutz zur Maxime werden. Wer heute die Speerspitze der Transformation bildet, Verantwortung übernimmt und aus tiefster Überzeugung vorangeht, wird morgen das Vertrauen im Markt genießen,“ Sebastian Scheels von Ratisbona. 

Der Industrie und Wirtschaft sind immer noch der zweitgrößte CO2-Produzent in Deutschland. Die Dekarbonisierung von Industrieprozessen muss daher dringend vorangetrieben werden. Eine zukunftsgewandte Wirtschaftspolitik und viele Unternehmer:innen sehen in der Transformation Chancen für neue Arbeitsplätze, neue Produkte und Dienstleistungen. Die zweite Herausforderung besteht darin, Treibhausgasemissionen durch Kreislaufwirtschaft zu vermeiden. Auch hier gilt es, Langlebigkeit und Wiederverwertbarkeit als Marktvorteil zu etablieren. Die Langlebigkeit von Produkten sowie Materialkreisläufe für Elektronik, Elektrofahrzeuge, Baustoffe und Kunststoff müssen gestärkt werden. Durch den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft werden bestehende Materialien und Produkte möglichst lang in der Nutzung gehalten. Das geschieht u.a. durch die Verwendung recycelter Rohstoffe, einer Stärkung der Reparaturrechte und ein Pfandsystem für elektronische Haushaltsgeräte. Dadurch werden Emissionen eingespart, die für die energieaufwendige Produktion von Primärmaterialien anfallen würden. 

„Ein großes Ziel für 2035 sollte die Kreislaufwirtschaft sein. Bestehende Materialien und Produkte sollten so lange wie möglich genutzt, wiederverwendet, repariert und recycelt werden, um die Umwelt zu entlasten,“ sagt Antje von Dewitz, vom Outdoorsport-Ausrüster Vaude.  

Die Maßnahmen von GermanZero beziehen sich zum einen auf eine intelligente Förderung von klimaneutralen Technologien, von Absatzmärkten für nachhaltige Produkte und von Effizienzmaßnahmen. Ein steigender CO2-Preis kann für Unternehmen, die mit ihren Produkten im internationalen Wettbewerb stehen, zum Problem werden. Deshalb sollen sie durch eine pauschale Klimaprämie und eine Stromsteuersenkung vom Staat unterstützt werden. Absatzmärkte für CO2-arme Produkte müssen gestärkt werden. Zusätzlich führen verbindliche Quoten für klimafreundliche Materialien und ein CO2-Preis auf Endprodukte auch aus dem Ausland dazu, dass im internationalen Vergleich kein Wettbewerbsnachteil entsteht. 

„Die Klimakrise ist immanent und die Lösungswege kompliziert und miteinander verwoben, weshalb GermanZero mit seinem Maßnahmenpaket einen konsequenten intersektoralen Ansatz gewählt hat,“ sagt Dr. Julian Zuber, Geschäftsführer von GermanZero. 

Antonis Schwarz ergänzt: „Wir begegnen der Klimakrise nicht nur mit Spenden sondern mit Taten, Innovationen, neuen Arbeitsplätzen und Hoffnung.“ 

Zu den Unterstützern gehören: ARMEDANGELS, Bergfreunde GmbH, Clean GmbH, Ecosia, Ehrnsperger KG, elobau, GLS Bank, GP JOULE Gruppe, mymuesli, NATURSTROM AG, Nixdorf Kapital, Neumarkter Lammsbräu Gebr., Oatly, Plan A, Prokon, RATISBONA Handelsimmobilien, Saxovent Smart Eco Investments GmbH, Sick AG, SIRPLUS, Tegel Projekt GmbH, TIER Mobility, VAUDE, VISPIRON SYSTEMS GmbH, Whirlpool Corporation, Wermuth Asset Management GmbH und zolar.

Außerdem mit dabei sind namenhafte Persönlichkeiten wie der Autor Frank Schätzing. Der Kölner Außenwerber Ströer unterstützt die Aktion mit deutschlandweiter Reichweite über digitale Screens. Gemeinsam machen sie deutlich, dass die Wirtschaft beim Klimaschutz schon weiter ist als die Politik und sorgen für weitere Sichtbarkeit und Relevanz des Themas.