GermanZero fordert: Keine Deals mehr mit der Gaslobby!

Kleine Anfrage zeigt: Der Einfluss der Gaslobby blockiert die Wärmewende.

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Berlin, 26.01.2026

Eine parlamentarische Anfrage der Fraktion DIE LINKE, die gestern veröffentlicht wurde, zeigt: Die Gaslobby hatte direkten Einfluss auf zentrale Entscheidungen der Bundesregierung. Der Finanzierung der Gasspeicherumlage aus dem Klima- und Transformationsfonds gingen Gespräche mit der Gaslobby voraus – ohne erkennbare Klimafolgenprüfung. GermanZero kritisiert dies deutlich und bezeichnet den Vorgang als Weckruf. 

„Wenn die Gaslobby am Tisch der Regierung sitzt, werden Klimagelder missbraucht und fossiles Trump-Gas subventioniert“, kritisiert Andrea Wörle, Leiterin Klimafinanzierung von GermanZero. “Aus Sicht von Verbraucherinnen und Verbrauchern ist das eine schlechte Nachricht. Der Einfluss der Gaslobby blockiert die Wärmewende."

Aus der Regierungsantwort geht hervor, dass sich Vertreter*innen der Bundesregierung mehrfach mit dem Verband Kommunaler Unternehmen (VKU), dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sowie führenden Gasunternehmen austauschten. Inhaltlich ging es ausdrücklich um die Finanzierung der Gasspeicherumlage.  
 
Hier geht es zu den Antworten der Bundesregierung auf die kleine Anfrage. 

Besonders brisant: Trotz der Nutzung von Klimaschutzmitteln für fossile Entlastungen räumt die Bundesregierung ein, keine gesonderte Prüfung klimapolitischer Zielkonflikte vorgenommen zu haben. 

"Der Klimafonds darf kein Fossilfonds werden. Weg vom Gas, rein in Erneuerbare und Klimaschutz, ist die beste Versicherung gegen Trump. Es schadet Deutschland, wenn die Gas-Lobby am Tisch der Wirtschaftsministerin Reiche sitzt," so Andrea Wörle.
"Die Bundesregierung muss zügig einen konkreten Plan vorlegen, wie wir aus dem US-Frackinggas aussteigen. Es ist mit nichts zu rechtfertigen, wenn wir den autokratischen Umbau und Imperialismus von Trump fördern und seine fossilen Freunde finanzieren.”

GermanZero fordert die Bundesregierung auf, den Klima- und Transformationsfonds endlich konsequent für den Ausstieg aus fossilen Energien einzusetzen, Lobbyeinflüsse offenzulegen und Planungssicherheit für Investitionen in saubere Heizungen zu schaffen – insbesondere im Gebäudebereich. 
 
“Die Wirtschaftsministerin Reiche sollte sich davor hüten, der Gaslobby weitere Geschenke zuzuschustern und die Finanzierung der Kraftwerksstrategie vorbei am Parlament und der Zivilgesellschaft in Hinterzimmern mit der Gaslobby auszudealen”, mahnt Wörle.  

Pressekontakt

Vera Becherer
Pressereferentin
vera.becherer@germanzero.de 

Über GermanZero e.V.
GermanZero wirkt darauf hin, dass Deutschland seine völkerrechtliche Verpflichtung aus dem Pariser Klimaabkommen einhält und seinen Beitrag dafür leistet, die Erderhitzung auf möglichst 1,5 Grad zu begrenzen.

In Städten und Gemeinden bietet das Netzwerk LocalZero den Bürger:innen, der Politik und der Verwaltung das Knowhow und Instrumente, um den Weg zur Klimaneutralität effizient zu beschreiten.

In der Bundespolitik zeigt GermanZero Investitionsbedarfe und Finanzierungsmöglichkeiten für die klimaneutrale Transformation auf, führt Politikgespräche und fördert den demokratischen Dialog zwischen Bürger:innen und Politik. Die Organisation lebt vom bürgerschaftlichen Engagement von mehr als 1000 ehrenamtlich Aktiven.

GermanZero wurde 2019 als gemeinnütziger Verein gegründet. www.germanzero.de