“Erneuerbare Energien verteidigen!” Breites Bündnis ruft für 18.4. zu Demonstrationen auf

Iran-Krieg, steigende Energiepreise, verfehlte Bundespolitik: Proteste zielen vor allem auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche

Kalender 15.04.2026
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Berlin, 15. April 2026

Der Iran-Krieg und die steigenden Energiepreise zeigen, wie die Abhängigkeit von Öl und Gas unsere Sicherheit bedroht. Gerade jetzt wird klar: Der Ausbau der Erneuerbaren schützt nicht nur die Lebensgrundlagen, sondern bewahrt Verbraucher*innen und Wirtschaft vor eskalierenden Kosten. Deshalb ruft ein breites Bündnis für diesen Samstag, den 18. April 2026, zu Demonstrationen unter dem Titel “Erneuerbare Energien verteidigen!” auf. Die Proteste zielen auf die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung - allen voran auf Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Denn obwohl die Energiepreise eskalieren, bremst die Wirtschaftsministerin den Ausbau der Erneuerbaren. 

Die Demonstrationen sind in Berlin, Hamburg, Köln und München geplant. Ziel des Bündnisses ist es, zehntausende Menschen auf die Straße zu bringen – von Klimaschützer*innen bis hin zu Solardachbesitzer*innen und Installateur*innen sowie Investor*innen aus den Erneuerbaren-Branchen oder auch Bürger*innen, die genug haben von steigenden Sprit- und Heizkosten und dem Kurs der Bundesregierung. 

Die Demonstrationen wurden initiiert von Campact, Deutsche Umwelthilfe, Fridays for Future, Greenpeace, Germanwatch, GermanZero und WWF Deutschland. Weitere Redner*innen sind u.a. Wirtschaftsvertreter*innen wie Andreas Arens, Geschäftsführer der ZOPF Energieanlagen GmbH (Berlin), Wissenschaftler*innen wie Maja Göpel (Berlin) und Harald Lesch (München) sowie Vertreter*innen von Sozialverbänden wie die VdK-Präsidentin Verena Bentele (München). Auch Politiker*innen verschiedener Parteien sprechen auf den Demonstrationen, so u.a. Felix Banaszak (Grüne), Luigi Pantisano (Die Linke) und Nina Scheer (SPD) bei der Demonstration in Berlin. 


Folgende Zitate aus dem Trägerkreis können Sie gerne für Ihre Berichterstattung verwenden:

Christoph Bautz, Geschäftsführender Vorstand Campact:
„Mit Zehntausenden werden wir am Samstag gegen den Frontalangriff von Katherina Reiche auf die Erneuerbaren Energien protestieren. Der Iran-Krieg und die hohen Energiepreise zeigen, dass wir uns viel zu abhängig von Autokraten und fossilen Energien gemacht haben. Jetzt gehen wir mit der Breite der Zivilgesellschaft auf die Straße und fordern weit mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren.”

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe:„Die aktuelle E

nergiekrise zeigt: Das Festhalten an Öl- und Gasheizungen, neue Gasbohrungen in der Nordsee und der Neubau von Gaskraftwerken sind keine zukunftsfeste Strategie. Die Menschen in Deutschland haben das längst verstanden – jetzt muss auch die Bundesregierung ihre selbstgebauten ideologischen Hürden überwinden und statt Gas auf Effizienz, Elektrifizierung und Erneuerbare setzen.“

Yasin Hinz, Sprecher Fridays for Future Deutschland:

Wir erleben die Klimakrise nicht als Prognose für eine ferne Zukunft, sondern als bedrückende Realität, die immer schneller eskaliert. Jede neue fossile Investition ist eine Investition in genau diese Krise. Zukunftsfähige Politik muss sich an den Fakten orientieren und den Ausstieg aus den fossilen Energien nicht weiter sabotieren oder gar am Klimaneutralitätsziel rütteln.“ 

Michael Schäfer, Geschäftsführer GermanZero:

„Friedrich Merz braucht endlich eine Energiepolitik, die seiner Außenpolitik nicht widerspricht, sondern sie stärkt: Raus aus den fossilen Abhängigkeiten, damit Europa nicht erpressbar bleibt. Raus aus Gas und Öl, rein in die Erneuerbaren! Wir fordern kurzfristige Entlastungen, die auch langfristig sinnvoll wirken: Eine Abschaffung der Stromsteuer entlastet alle Haushalte, beschleunigt die Elektrifizierung und hilft so Gas und Öl einzusparen.“

Christoph Bals, Geschäftsführender Vorstand Politik Germanwatch:

„Der Umstieg auf erneuerbare Energien und Elektrifizierung fördert Frieden und Sicherheit. Er schützt die Freiheit junger und künftiger Generationen. Er begrenzt die eskalierende Klimakrise. Wer hingegen weiter die Nachfrage nach fossilen Energien anheizt, bittet uns viermal zur Kasse: durch steigende Preise von Öl, Gas und Strom; durch ansteigende CO2-Preise; durch das Finanzieren von Kriegen autoritärer Regime; und durch eine weitere Explosion der Klimaschäden. Es ist höchste Zeit, auf Erneuerbare Energien und Elektrifizierung zu setzen.” 

Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand Greenpeace Deutschland: 

„Die Regierung Merz begegnet den geopolitischen Erschütterungen und hohen Preisen für Öl und Gas mit den Antworten vergangener Tage. Statt mit Steuergeldern fragwürdige Preiseffekte zu finanzieren, muss Friedrich Merz endlich mit Weitblick agieren. Deutschland und Europa brauchen eine fortschrittliche Energie- und Verkehrspolitik. Es muss jetzt Schluss sein mit dem wirtschaftsschädlichen Zickzackkurs bei Elektroautos und Speicherkapazitäten! Am Montag kündigte Merz den ambitionierten Ausbau von Wind- und Sonnenenergie an - jetzt müssen Taten folgen, statt Querschüsse aus dem Wirtschaftsministerium!”

Heike Vesper, Vorständin beim WWF Deutschland:

„Wir brauchen mehr Rückenwind für die Energiewende, statt Verlangsamung durch fossile Bremsklötze. Kohle, Öl und Gas kommen uns immer teurer zu stehen – ökologisch, ökonomisch, geopolitisch. Nur ein Energiesystem, das konsequent auf die Elektrifizierung und Erneuerbare setzt, macht uns unabhängiger und zukunftsfest. Bei den Demonstrationen am Samstag setzen wir uns für eine lebenswerte Zukunft ein und rufen alle Menschen auf, sich uns anzuschließen.“

Technische Infos zu den Demonstrationen in den einzelnen Städten: 

Berlin:
Die Auftaktkundgebung in Berlin startet um 12.00 Uhr im Invalidenpark. Danach wird es eine Demonstration vorbei am Reichstagsgebäude und dem Kanzleramt zurück zum Invalidenpark geben, wo die Abschlusskundgebung stattfindet.
Pressekontakt: Maria Henk, Pressesprecherin Campact, presse@campact.de , Tel: 0173 2518013

Hamburg: 

Die Kundgebung in Hamburg startet um 12.00 Uhr am Jungfernstieg. Nach der Auftaktkundgebung folgt ein Demonstrationszug, der um die Binnenalster zurück zur Abschlusskundgebung auf dem Jungfernstieg führt.

Pressekontakt: Hannah Seyffarth, Pressekoordination Fridays for Future Hamburg, presse.hamburg@fridaysforfuture.is, Tel. 0176 57890414

Köln: 

Die Auftaktkundgebung in Köln beginnt um 12.00 Uhr auf dem Heumarkt. Danach wird es einen Demonstrationszug durch die Innenstadt über Domhof und Offenbachplatz geben, welcher wieder mit einer Abschlusskundgebung am Heumarkt endet.

Pressekontakt: Yasin Hinz, Pressesprecher Fridays for Future Köln, presse.koeln@fridaysforfuture.de, Tel. 0157 85192860

München:
Die Kundgebung in München beginnt um 12 Uhr am Siegestor und zieht zum Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, wo um 14 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt.
Pressekontakt: Georg Thanscheidt, Pressesprecher Greenpeace Bayern, georg.thanscheidt@greenpeace.org, Tel. 0171 5303156 

Weitere Infos:
Den Aufruf des Bündnisses sowie weitere Informationen finden Sie hier:
https://erneuerbare-energien-verteidigen.de/ 

Pressekontakte (bundesweit): 

Campact: Maria Henk, Pressesprecherin, presse@campact.de , Tel.: 0173 2518013
DUH-Newsroom: presse@duh.de, Tel.: 030 2400867-20
Fridays for Future: Pressekoordination, presseteam@fridaysforfuture.de , Tel.: 030 20004360
Greenpeace: Michael Weiland, Pressesprecher, michael.weiland@greenpeace.org, Tel.: 0160 1745772
Germanwatch: Stefan Küper, Pressesprecher, presse@germanwatch.org, Tel.: 0151 25211072
WWF Deutschland: Lea Vranicar, Pressestelle, Tel.: 030 311 777 467, presse@wwf.de