GermanZero - Gemeinsam gegen die Klimakrise

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80.000 Menschen waren am 18. April in Köln, Hamburg, München und Berlin auf der Straße – Schulter an Schulter, um für die Rettung der Energiewende zu demonstrieren. Wir haben diese Demos mit organisiert und finanziert - auch dank zahlreicher Spenden! - und der Erfolg macht uns Mut. Die Rückwärts-Politik von Wirtschaftsministerin Reiche treibt nicht nur uns auf die Straße, sondern spaltet sogar ihre eigene Partei. Selbst aus der CDU werden jetzt – zumindest vereinzelt – Rücktrittsforderungen laut. Auch die Wirtschaft wird zunehmend nervös: 80 Milliarden Euro gibt Deutschland jedes Jahr für fossile Energieimporte aus. Geld, das die Unternehmen dringend für Investitionen in die Zukunft brauchen würden. RWE-Chef Markus Krebber nennt Reiches Pläne, den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen, „absurd.“

Bilder von den Demos in Köln, Hamburg, Berlin und München, wo unsere Kollegin Andrea eine mitreißende Rede hielt.

Der Widerstand gegen Reiches Fossil-Kurs wächst und wächst. Und wir machen weiter.

Heute rufen wir dich auf, deinen Abgeordneten zu schreiben. Dieses Jahr ist absolut kritisch für die Energiewende: Die Regierungspläne für die EEG-Reform und das Gebäudemodernisierungsgesetz stellen die Weichen, ob Deutschland seine Klimaziele noch erreicht und Kurs Richtung Fortschritt nimmt, oder ob wir im fossilen Sumpf feststecken werden.

Mach deshalb mit bei unserer Mail-Kampagne für den Erhalt des Heizungsgesetzes, erzähle anderen von der Gaskostenfalle, bleibe gemeinsam mit uns laut und teile unsere konstruktiven Lösungen, ob auf Social Media, im Gespräch oder bei lokalen Aktionen.

Zeigen wir Katherina Reiche-Rückwärts, dass wir nicht nachgeben!

Viel Spaß mit diesem Newsletter!

Fordere gutes Heizen von deinen Abgeordneten

Schreibe bis zum 8. Mai an den Bundestag: Das „neue Heizungsgesetz“ braucht viel mehr Verbraucherschutz!

Wirtschaftsministerin Reiche will mit ihrem „Gebäudemodernisierungsgesetz“ noch vor dem Sommer eine gesetzliche „Grüngas“-Pflicht einführen und die geltende 65%-Regel für Erneuerbare Energien abschaffen. Damit würde das Heizen mit Gas hunderte Euro pro Jahr teurer.

Schreibe jetzt deinen Abgeordneten

Wir brauchen bezahlbare Wärme – ohne teures Erdgas. Das Kabinett will dieses Gesetz voraussichtlich am 13. Mai besprechen. Der Bundestag kann es aber noch verhindern. Schicke am besten jetzt gleich eine vorformulierte Mail an Abgeordnete in deiner Nähe. Sie müssen von vielen Betroffenen aus ihrem Wahlkreis hören!

Jetzt Mustermail abschicken

Übrigens: Dass die SPD das vermurkste neue Gesetz, wie heute bekannt wurde, mit einer Kostenbremse für Mieter:innen flicken will, macht es nicht besser. Die meisten Mieter:innen werden sich nicht dagegen wehren können, wenn Vermieter:innen ihren Teil der fossilen Mehrkosten nicht bezahlten. Und die Abschaffung der 65%-Regel ist und bleibt klimapolitisch fatal!

Was Lokalteams bewegen – BremenZero

BremenZero ist eines der besonders aktiven LocalZero-Teams zum Thema "Gaskostenfalle." Mit einer Ausstellung, Präsenz auf Messen und Bürger:innen-Dialogen schreiben die Bremer die Aufklärung zu gutem Heizen ganz groß.

Wir haben bei Teammitglied Christian Haake nachgefragt: Was bewegt BremenZero?

Das Team von BremenZero am 18. April auf der Energiewende-Demo in Hamburg.

Was war euer bislang größter Erfolg als Bremer Lokalteam – und was hat Euch euch besonders stolz gemacht?” 

Dank unserer jährlichen Kooperation mit der Hochschule Bremen konnten wir drei Stadtteilveranstaltungen mit Ausstellung, Workshops und einer Broschüre zum Thema „Wärme für alle“ umsetzen – alles ehrenamtlich und mit Spenden finanziert. Sinn und Zweck des Projekts ist es, den Bürgern Anregungen und Tipps zur Wärmewende aufzuzeigen. Über 100 Broschüren gingen an alle entscheidenden Politiker:innen, und die Klimaleitzentrale lud uns ein, unsere Ergebnisse vorzustellen.

Man will nun bei den Beratungen nachbessern und hat auch Personal eingestellt, das im Juni kommen soll. Bremen hört uns – und handelt!

Wie reagiert ihr auf die aktuelle Ausbrems-Politik von Wirtschaftsministerin Reiche, und woher nehmt ihr die Energie, trotzdem weiterzumachen?”

BremenZero unterstützt die Forderungen der Energieminister von 15 Bundesländern, am Ausbau der Erneuerbaren festzuhalten. Wir versuchen, die Bevölkerung auch jenseits der Klimablase zu adressieren, um das Ziel Klimaneutralität 2038 für Bremen zu pushen. Dafür prüfen wir neue Aktionsformate.

Und was uns Energie gibt? Dass wir auf allen Veranstaltungen, auf denen wir mit unseren Mitbürger:innen reden, erfahren, dass es eine merkliche Offenheit und Interesse am Thema Klima gibt.

Was sind eure Pläne für die nächste Zeit?

Auch 2026 wollen wir auf Festivals präsent sein, und wir haben uns für das Bürgerfest zum Tag der Deutschen Einheit angemeldet, das dieses Jahr im Bundesland Bremen stattfindet.

Wir möchten noch gezielter Politik, Verwaltung und Bevölkerung auf die Gaskostenfalle aufmerksam machen, und unser Ziel der Klimaneutralität bis 2038 wollen wir natürlich auch erreichen. Zudem rufen wir unsere Politiker auf, die parteiübergreifend beschlossenen Ziele, die in ein Klimagesetz gegossen wurden, umzusetzen.

Was würdet ihr Menschen sagen, die denken: “Ich allein kann doch eh nichts bewirken?”

Unser Vorbild sind die Bremer Stadtmusikanten, die in der Krise zusammengehalten und damit viel erreicht haben. Als „Klimaschutzmusikanten“ sind sie unsere Botschafter der guten Nachrichten, denn das Land Bremen hat schon viel Positives geschafft.

Um neue Mitsteiter:innen zu gewinnen, veranstalten wir seit Februar 2026 einen Klimastammtisch in zentraler Lage beim Marktplatz! Jeder kann kommen und Ideen austauschen, klönschnacken, fachsimpeln und Leute kennenlernen, die sich für Klimaneutralität stark machen wollen. 

Die Gaskostenfalle schnappt weiter...
...wir schnappen zurück

Mehr als 25 Gruppen haben in unserer Aktionswoche „Raus aus der Gaskostenfalle“ in ihren Städten ihre Mitbürger:innen über Wege weg vom Gas informiert. Sie haben gezeigt: Bezahlbare, klimafreundliche Wärme ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern beschäftigt viele Menschen schon heute ganz konkret. 

Zum Bericht
20.000 Euro gefällig?

20.000 Euro spart ein Haushalt in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus durch den Einbau einer Wärmepumpe statt einer neuen Gasheizung in den nächsten 20 Jahren. Es wäre doch verrückt, darauf zu verzichten, oder?

Du wohnst zur Miete? Mit viel kleinerer oder größerer Fläche? Unser Gaskostenrechner zeigt dir, wie groß deine Ersparnis wäre!

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Weg vom Gas – hin zum Strom: So kann es gelingen

Auch wenn Wärmepumpen jetzt schon mittelfristig günstiger sind als Gasheizungen: Die Kosten für Gas und Strom sind nicht fair geregelt. Damit wir Verbraucher:innen möglichst bald mit günstigerem Strom heizen können, setzt sich Andrea Wörle mit ihrem Team Klimafinanzierung bei GermanZero für die Senkung der Stromsteuer ein.

Andrea, was spricht für die Senkung der Stromsteuer?

Die Stromsteuer abzuschaffen, ist eine soziale, klimafreundliche und wirtschaftlich kluge Lösung. Sie entlastet alle Haushalte direkt – unabhängig vom Einkommen – und macht klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen oder E-Autos attraktiver. Strom aus Erneuerbaren ist bereits heute der günstigste Energieträger – aber dieser Vorteil kommt bei den Verbraucher:innen nicht an. Eine Stromsteuersenkung würde das ändern.

Wie wirkt sich die Stromsteuer konkret auf Haushalte aus – und wer profitiert am meisten?

Die Stromsteuer macht aktuell rund 5 Prozent des Strompreises aus – bei einem Vier-Personen-Haushalt sind das 50 bis 100 Euro pro Jahr. Eine Senkung auf das europäische Mindestmaß von 0,01 Cent pro Kilowattstunde würde diese Kosten fast vollständig streichen. Besonders einkommensschwache Haushalte profitieren, weil sie einen größeren Anteil ihres Budgets für Energie ausgeben. Gleichzeitig fördert die Senkung klimafreundliche Alternativen: Wer auf Wärmepumpe oder E-Auto umsteigt, spart besonders.

Die Stromsteuer ist nur ein kleiner Posten im Strompreis. Warum lohnt sich der Aufwand trotzdem?

Weil sie drei Fliegen mit einer Klappe schlägt:

  1. Soziale Gerechtigkeit: Sie entlastet Haushalte, die unter hohen Energiekosten leiden – ohne Bürokratie, einfach über die Stromrechnung.
  2. Klimaschutz: Günstiger Strom beschleunigt die Elektrifizierung – und damit den Ausstieg aus Öl und Gas.
  3. Marktgerechtigkeit: Der Merit-Order-Effekt sorgt dafür, dass teure fossile Kraftwerke den Strompreis hochhalten, obwohl Erneuerbare längst günstiger sind. Eine Stromsteuersenkung betont den Vorteil der Erneuerbaren und treibt den Ausbau der Erneuerbaren voran.

Und ja: 5 Prozent klingen wenig – aber sie sind ein wichtiges Signal an die Bevölkerung. Die Bundesregierung hat schüttet bereits eine Reihe von Stromsubventionen an die Industrie, Unternehmen und Betriebe aus, und sie hat die Netzentgelte gesenkt. Es ist nur gerecht, wenn nun endlich auch Verbraucher:innen entlastet werden!

Noch mehr Argumente für die Stromsteuersenkung und wie sie sich finanzieren lässt, findest du in unserem Blogartikel Stromsteuer senken, Stromwende ankurbeln.

Zum Artikel
 
Bessere Ideen als die Gieskanne

Als Antwort auf die schwerwiegende Energiekrise brauchen wir keine teure Symbolpolitik, sondern ökonomisch tragfähige und rechtssichere Lösungen, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Notwendigkeiten verbinden.

Der Tankrabatt der Bundesregierung ist ein klassisches Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Warum und was wirklich hilft, erklären wir ebenfalls im Blog.

Jetzt lesen
Medienspiegel
"Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke gehören zusammen"

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über den Appell von GermanZero, BUND, GermanZero, Germanwatch, Greenpeace, NABU, WWF Deutschland und anderen Organisationen: "Zukunft finanzieren, statt Haushaltslöcher kaschieren!"

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